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Werdegang

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Schützenvogel

Die Geschichte

Seit 1850 wird der Vogel alljährlich hergestellt.
Vor weit mehr als 100 Jahren hatte Schreiner Knierim damit begonnen, einen Schützenvogel in dürftiger Größe, Ausführung und Anstrich herzustellen.
Die Kunst wurde auf die kommenden Schreinergenerationen der Knierims vererbt.
Karl Knierim setzte schließlich sein ganzes meisterliches Können ein, aus diesem kleinen Vogel etwas Besonderes, etwas Besseres und Schöneres zu schaffen.
Als Vorbild diente ihm ein alter österreichischer Taler mit einem Doppeladler auf der Wappenseite.
Das kleine Reliefbild vergrößerte er auf das hundertfache und begann dann mit großer Geschicklichkeit sein Wunderwerk herzustellen.
Nach dem Tode von Schreinermeister Karl Knierim und seines Sohnes Andreas, führte der Enkelsohn von Karl Knierim, Ludwig Knierim, die Tradition fort.
Nach ihm übernahm Schützenbruder Josef Kempski und nach diesem Gerhard Manegold das Amt des Vogelbaumeisters.

Jedes Jahr aufs neue wird der Vogel künstlerisch gebaut und zusammengesetzt.
Zuerst wird der mächtige Rumpf gefertigt, alsdann folgen Flügel, Schwanz, Beine, Zepter, Reichsapfel, Brustflächen Doppelkrone, Köpfe und Schnabelringe.
Nach der Zusammensetzung hat der Vogel eine Spannweite von 2,5 Metern, eine Höhe von 2 Metern und ein Gewicht von einem Zentner.
Schließlich erhält der ganze Vogel eine prächtige, bunt schillernde Farbenpracht. Weit über die Grenzen von Wanfried hinaus ist der kunstvolle Schützenvogel bekannt.

Jedes Jahr aufs neue wird er sorgsam gebaut, um dann während des Vogelschießens unter der gestrengen Aufsicht des Oberschießwartes von den Schützenbrüdern mit ihren Gewehren »tranchiert« zu werden.
Nach einer festgesetzten Reihenfolge und einem komplizierten Verfahren, werden die Teile des Vogels nach und nach abgeschossen. Derjenige Schützenbruder, bei dem das letzte Teil -der Korpus- fällt, wird der neue Schützenkönig.




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